Posts Tagged ‘traurig’

Die Regenbogenbrücke

posted by Gruftspion
Sonntag Juni 14, 2009

Auf unserer Seite des Himmels gibt es einen Ort namens Regenbogen-Brücke.
Wenn immer ein Tier stirbt, das uns sehr nahe stand, geht es zur Regenbogen-Brücke. Dahinter gibt es wunderbare Wiesen und Hügel für unsere Freunde, wo sie gemeinsam herumdüsen und spielen können. Es gibt genügend Futter, Wasser und Sonnenschein und unsere Freunde haben es dort warm und gemütlich. Alle Tiere, die krank oder alt und gebrechlich waren, sind wieder genesen und voller Lebenskraft; jene, die verwundet oder verstümmelt waren, sind gesund und wieder hergestellt, so wie sie uns in unserer Erinnerung und unseren Träumen begegnen. Die Tiere dort sind glücklich und zufrieden, bis auf eine Sache: sie vermissen die Person, die ihnen besonders nahe stand und die sie zurücklassen mußten.
Sie laufen herum und spielen gemeinsam, bis der Tag kommt, da plötzlich ein Tier inne hält und in die Ferne blickt. Die Augen leuchten aufmerksam, der kleine angespannte Körper beginnt überall zu zittern. Plötzlich verläßt der Glückliche die Gruppe und fliegt über die grünen Wiesen, die kleinen Füßchen tragen ihn schneller und schneller. Er hat Dich entdeckt und wenn Du Deinen speziellen Freund schließlich triffst, werdet Ihr glücklich vereint und nie wieder getrennt werden. Dein Gesicht wird von freudigen Küssen bedeckt, Deine Hände liebkosen wieder das geliebte Köpfchen und Du blickst in die treuen Augen Deines Tieres, das vor langer Zeit aus Deinem Leben entschwunden ist aber niemals aus Deinem Herzen. Dann überquert Ihr gemeinsam die Regenbogen-Brücke.

Regenbogen-Bruecke.jpg

The Rainbow Bridge
von Paul C. Dahm

Meine Katze Sissi

posted by Gruftspion
Sonntag Juni 14, 2009

Am 5. November 2006 starb meine 21 jährige Katze Sissi.

sissimaus

Sie war meine Trösterin in schlechten Tagen und das Andenken an meine beste Freundin Gisela. Ich nahm sie nach Giselas Tod im Februar 1998 im Alter von 11 Jahren zu mir. Sissi war ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben. Ihr Tod macht mich auch heute noch sehr traurig.
Für mich war sie wie ein Mensch, mit ihrem untrüglichen Gespür, wenn es mir schlecht ging.

Wir haben alle lustigen und traurigen Zeiten miteinander verbracht. Sie wich nie von meiner Seite und schlief ober meinem Kopf am Kopfpolster, dadurch wurden meine chronischen Kopfschmerzen zur Gänze geheilt.

Im Dezember 1998 wurde ich schwer krank. Ich hatte eine doppelseitige Lungenentzündung und 41°C Fieber. Natürlich weigerte ich mich in ein Krankenhaus zu gehen und blieb bei meinen 2 Kindern, meiner Katze Sissi und meinem belgischen Schäferhund Senta zuhause.

Als ich nach meinen wirren Fantasiezuständen ein wenig zu mir kam, sah ich meine Sissi am Schlafzimmereingang sitzen und hörte sie miauen. Ich deutete mit der Hand auf meine Bettdecke und sie sprang zu mir ins Bett. Sie legte sich auf meine Brust und da ging sie auch nicht mehr weg, dort schlief sie die ganze Nacht. Am Morgen war das Fieber auf 38 ° gesunken und von Tag zu Tag ging es mir besser. Mein Sohn hat das Futter und das Kisterl in mein Schlafzimmer gestellt, damit meine Katze wieder Nahrung zu sich nahm und ihr Geschäftchen verrichten konnte. Sie weigerte sich das Zimmer zu verlassen und hat jeden angefaucht, der sie von mir wegnehmen wollte.

Ja und ein Feinspitz war meine Sissi. Nicht nur, dass sie ausschließlich Sheba und Gourmet frass, oh nein, bei Vanilliepudding und Topfenstrudel- da bettelte sie so lange, bis ich ihr ein Stückchen in ihren Napf legte.

Im Oktober 2005 bezogen wir unsere heutige Wohnung in Salzburg. Am Anfang hatte ich Angst, dass sie die Übersiedlung sehr mitnehmen würde, sie war schon krank, aber dem war nicht so. Schwuppdiwupp und sie hatte alles erkundet und sich ihre Platzerl gesucht, des Nachts natürlich wieder in meinem Bett und bei schönem Wetter auf dem Balkon. Da musste ich ein Tischchen besorgen, das man direkt auf dem Geländer anbringen konnte. Dort lag sie und beobachtete ihre Umgebung. Freigang wollte sie keinen mehr.

Als sie nach dem 2. Schlaganfall dann am 5. November 2006 vom Tierarzt eingeschläfert werden musste, brach eine Welt für mich zusammen.

Ich habe mein Tierchen dann in Stuttgart im Tierkrematorium einäschern lassen und eine schöne Urne bestellt und diese nun in meinem Wohnzimmer auf einer speziell dafür angebrachten Stellage gestellt und so ist meine Sissi immer bei mir.

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Die Katze

Katze, auf schwellenden Pfoten
kamst du durchs Gitter der Nacht.
Das Geheimnis der Toten
hast du uns nahegebracht.

In deiner Augenlider
lockendem Irrlichterkreis
suche ich wieder und wieder
meines Daseins Beweis.

In deinem grünlichen Felle
bade ich meine Hand
und fühle, wie stark uns die Welle
gleichen Blutes verband.

In den entsunkenen Städten
Ninive, Babylon,
konnte ich zu dir beten,
Herrin auf schwarzem Thron.

Jetzt darf dich keiner beschwören,
glitzerndes Rätselgesicht.
Seit wir die Tempel zerstören,
hat das Gebet kein Gewicht.

Da wir die Siegel erbrachen
am apokalyptischen Buch,
müssen die Götter erwachen
zu tödlichem Hausfriedensbruch.

Es glost in den Zimmerecken,
Flamme und Flammenstrich,
doch sehen wir hin, entdecken
wir nur eine Katze – dich.

Die auf den leisesten Pfoten
eindrang durchs Gitter der Nacht
und das Geheimnis der Toten
den Schlaflosen überbracht.

Erst wenn der Morgen wieder
nah ist mit silbernem Weiß,
erlischt deiner Augenlider
prüfender Irrlichterkreis

> Kurt Klinger <