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Wer früher stirbt, ist länger tot, und rauchen macht frei / Kapitel 3
Tag 40
Mittlerweile bin ich beim Tag 40 nikotinfrei angelangt…![]()

Was soll ich sagen? Es ist einfach super, so ganz ohne Rauch und Gestank.
Natürlich stört mich jetzt der ekelhafte kalte Rauch an meinen Mitmenschen. Dieser bestialische Gestank ist einfach ätzend und wenn ich mir denke, dass ich auch so gestunken hab’, dann schäme ich mich richtig, was ich meinen Mitmenschen zugemutet habe.
So weit so gut mit meiner Erkenntnis.
Oftmals denke ich mir, vorallem wenn ich ganz junge Leute sehe, was die sich antun für die Zukunft.
Sie bezahlen viel Geld an den Staat, dass dieser sie krank macht!
Allerdings haben sie ja detalierte Aufklärung und Statistiken wie schädlich dieser Qualm ist, wir hatten anno dazumal dies nicht; uns wurden auch keinerlei Fotos gezeigt, wo man sehen konnte, wie Lungenkrebs, Lippenkrebs, Raucherbein, etc…..
In Österreich erkranken jährlich rund 2.500 Männer und knapp 1.200 Frauen an einem Bronchuskarzinom: Somit liegt der Lungenkrebs in punkto Erkrankungshäufigkeit bei Männern an zweiter Stelle nach dem Prostatakrebs, bei Frauen an dritter Stelle nach Brust- und Darmkrebs.
Weltweit fordert das Rauchen laut WHO 5,4 Millionen Tote pro Jahr – Tendenz steigend. Die Hälfte davon habe die Dritte Welt zu beklagen. Falls Regierungen nicht energisch gegensteuerten, sei binnen 20 Jahren mit 8,3 Millionen Toten pro Jahr zu rechnen. Das Bevölkerungswachstum mit eingerechnet, könnte die Gesamtzahl der Toten damit in diesem Jahrhundert bei einer Milliarde liegen.
Rauchen macht hässlich
Rauchen macht aus Menschen Fische:
Ohne Lunge, ohne Beine und mit schuppiger Haut!
Wenn ich jetzt im Nachhinein solche Informationen lese, denke ich mir: Mensch was hätte ich mir alles ersparen können, hätte ich mit dem rauchen niemals angefangen.
einem BMW 6er Reihe Cabrio E64Im Schnitt wären das bei 35 Jahren (wie bei mir) und einem durchnittlichen Konsum von 60 Zigaretten (wie bei mir) und einem durchschnittlichen Kostenbeitrag von 3 € pro Packung ca 113.000 € …… was einer kleinen Wohnung oder einem guten BMW mit Sonderausstattung entspricht, z.B….BMW 6er Reihe Coupé E63 650i 110.790,- € und Österreich-Paket 3.383,- €
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Wenn ich aber bedenke, wieviel Leid und Geld ich mir noch ersparen werde, durch Krankheiten wie:
Krebs
Herzinfarkt
Schlaganfall
Raucherbein
Asthma / Chronische Bronchitis
Emphysem (Lungenblähung)
Demenz (Morbus Alzheimer)
Augen / Sehstörungen
Bin ich doch wieder glücklich und froh.
Meine Frau Doktor, die welche nie geraucht hat, hat mir übrigens gratuliert und sofort einen neuen Lungenfunktionstest gemacht und sage und staune die Werte waren von vormals 48% auf nunmehrige 86% gestiegen….und das innerhalb nicht ganz 6 Wochen.
Was sagt mir das? ICH fange in meinem ganzen Leben nicht wieder zu rauchen an, oh nein!![]()
Auch wenn rauchen ja “jung” und “schlank” machen sollte, was ja nichts anderes als ein Mythos zu sein scheint….![]()

So long friends
Fortsetzung folgt……
Wer früher stirbt, ist länger tot, und rauchen macht frei / Kapitel 2
Tag 9
Vorbei mit dem Gestank!
PFFFFtttz, jetzt weiß ich, wenn jemand sagt bzw. gesagt hat: “RAUCHER stinken”, dass sie wirklich stinken, aber das fällt einem erst als NichtraucherIn auf. Ein bestialischer Gestank, wie im Bierzelt (igitt) oder einer Bar vor Sperrstunde, oder wie ein voller Aschenbecher nach 24 Stunden.
Ich habe mittlerweile meine sämtliche Wäsche gewaschen und zur Reinigung gebracht, ich halte diesen furchtbaren Gestank nach kaltem Rauch in meiner Bekleidung nicht mehr aus.

Eines weiß ich mit absoluter Sicherheit: Ich werde nie mehr wieder zu rauchen anfangen.
Was mich immer noch wundert: Ich habe überhaupt keinerlei Verlangen nach einer Zigarette. Meine Gäste kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, dass es sowas gibt, bei einer Raucherin, die oft bis zu 60 Zigaretten täglich geraucht hat.
Alle rauchens jetzt am Balkon bei geschlossener Balkontüre, den Gestank halte ich nicht mehr aus. Da habe ich den Süchtlern eine kleine Raucherecke hergerrichtet (vielleicht sollte ich die restlichen 5 24h Pflasterl und sämtliche Broschüren und Bücher die ich einmal geschenkt bekommen habe, über das aufhören des Rauchens, und die ich nie gelesen habe, auch dazu legen, in so eine Art Zeitungsständer???
Wenn ich mir die verschiedenen Raucherentwöhntipps, natürlich sauteuer, das Geschäft mit der Rauchentwöhnung, ganze Bücher voll, Rauchertelefone, Therapien, Pflaster, Inhalator, Kaugummi, Dragees…etc- und alles für den “gesunden Zweck” und die “Entwöhngeschichterln” sollte man sich durchlesen, da muss ich einfach nur lachen.
DER VERZICHT auf die Kippe beginnt im KOPF und ausschließlich dort!
Hat man das einmal kapiert, braucht man weder Pflaster (die jucken eh nur so furchtbar, hat man keines drauf, hatte ich auch kein Verlangen nach einer Zigarette, geschweige einen Entzug….), noch Nikotin-Inhalator (ist eh so grausig, dass man fast kotzt und Hustenanfälle bekommt), allerdings mein Fakezigaretterl (immer wieder aufgefüllt mit einigen Tropfen Chinaöl (tut gut in der Lunge und der Geschmack ist einfach toll) und etwas neuer Watte), das ist eine nette Beigabe zur Beschäftigung der Hände und es kostet keine 4 €….oder soll ich zum stricken anfangen, wie mir eine Freundin geraten hat? Ich hab ja keinen Vogel und ärgere mich mit den vielen Maschen, wie in der Schule, anno dazuma, grrr.
Ich werfe jetzt tgl. 10 €, das war der Durchschnitt der Kosten der Zigartetten, in meine Schatztruhe und werde mir am Ende des ersten Jahres “rauchfrei” was nettes kaufen……

Wer früher stirbt, ist länger tot, und rauchen macht frei / Kapitel 1
Am 7. Mai war wieder einmal meine jährliche Gesundenuntersuchung fällig, die ich aus Prinzip ja auch immer alle 2-3-5 Jahre tätige.
Als ob ichs gewusst tätte:
Natürlich war wieder “das Rauchen” das Hauptgesprächsthema, ich würde zuviel rauchen…..stimmt, ich müsste aufhören…..stimmt, die Lunge spielt nicht mehr lange mit (meine Frau Doktor dramatisiert recht gerne, besonders bei den Rauchern)….stimmt natürlich auch.
Ja wo sie recht hat, da hat sie recht die Frau Doktor, die ich ja nun beinahe schon 25 Jahre kenne und genau so lange sind wir befreundet, und genau so lange weiß ich, welche Gegenerin des rauchens sie auch ist, eine absolute. Eine ewige Nichtraucherin, die einem immer wieder erklärt, mit festem Willen kann man aufhören, sie weiß das ganz genau, das kann doch niemals so schwer sein….Na sie muss es ja wissen…..als Nichtraucherin.

S O !!!
Das kann doch nicht so schwer sein, mit dem rauchen aufzuhören? So vor 15 oder 17 Jahren hab ichs einmal versucht, allerdings recht halbherzig, ich habs genau 23 Stunden geschafft, damals an einem warmen Sommertag, im Jahre 19… Solange bis meine beste Freundin Gisela (RIP) zu Besuch gekommen ist und sich eine Zigarette angezündet hat, da wars vorbei mit meinem “festen Willen”….
Nun wirds aber Zeit, dass ichs mir selbst beweise, ob “das aufhören mit dem Rauchen” wirklich eine Utopie oder doch machbar ist…..
So hab’ ich eben nach fast 2 Wochen Überlegungszeit (ich brauche immer meine Zeit um das Pro und Contra genauestens abzuwägen!) mit der Vorbereitungsphase begonnen:
1. Was brauche ich aus der Apotheke um den Entzug zu entgehen bzw. um ihn abzuschwächen?
2. Funktioniert die Waage noch um das Gewicht festzuhalten?
3. Passt der Badeanzug noch, um die Kalorien, die man beim “aufhören des rauchens” abzubauen?
4. Welche zuckerfreien bzw. gesunde Nascherein, als Zigarettenersatz?
5. Wie und mit was beschäftige ich meine Hände?
6. Wen lade ich ein und wen lade ich wieder aus weil er/sie rauchen bzw. nicht rauchen?
Nach diesen äussertst wichtigen Überlegungen hab ich mir das Nikotinpflaster für starke Raucher und für den Fall der Fälle auch noch den Inhalator für zwischen durch genommen.
Die Waage funktioniert, der Badeanzug passt, die Süßigkeiten- und Trockenobstlade ist aufgefüllt.
Das “gefakte Zigaretterl”, (wies mein Sohnemann nennt) ist besorgt, alle Aschenbescher in der hintersten Lade verstaut usw.
Die rauchenden Gäste sind ausgeladen, die Nichtraucher können kommen und LOS gehts.
Tag 1: der 19. Mai um 23h30 nach “Monk” das Rtual der letzten Zigarette und rauf mit dem Pflaster, soweit so schön.
Tag 2: der 20. Mai RAUCHFREI, die Laune immer noch gut (sagt mein Sohn) das Pflaster hilft, die Hände sind beschäftigt….(ich glaube wenn mich wer sehen würde, der glaubt sicher ich hab sie nicht alle, mit der “Fake – Zigarette” in der Hand…..
Tag 3: Heute, der 21. Mai. Ich wache auf und mein erster Griff, ganz schlaftrunken, ist immer noch zum Nachtisch, wo ich meine Zigaretten vermute.
Mir fällt auf, dass meine Vorhänge, die ich vor nicht einmal 2 Wochen gewaschen habe, nach Rauch riechen und ich wasche sie. Meine rauchenden Freundinnen erkundigen sich telefonisch, ob ich schon wieder rauche….tststs, da könnts lange warten, Mädels.
Heute habe ich einmal diesen Inhalator getestet und einen Hustenanfall bekommen, pfui Teufel ist das grauslich. Inhalator entsorgt! Da bleib ich lieber bei ,meinem gefakten Zigaretterl, das so herrlich nach Minze schmeckt (ich fülle es mit Chinaöl nach), es sieht mich ja keiner, weil ich nicht ins Freie gehe, denn dem Geruch einer Zigartette könnte ich sicher noch nicht widerstehen. Also zuhause bleiben, lesen, schreiben und alles erledigen was liegengeblieben ist.
Mein Husten hat sich gebessert, die Laune eher verschlechtert, Badewetter ist auch keines und dann hat mich auch noch ein Bekannter angerufen und mir folgendes erzählt: Sein Arbeitskollege hat auch aufgehört zu rauchen vor 2 Monaten und jetzt geht er zu den Weight Watchers, weil er zu dick geworden ist…….SEHR ermutigend, sein Humor wird auch immer makaberer.
Ich lass mich nicht entmutigen, ich WILL es schaffen, Nichtraucherin zu werden.
Wo ein Wille, da ein Weg.
Ich mache wieder verstärkt Yoga, male und beschäftige mich mit allem möglichen, nur aus meiner Wohnung gehe ich noch nicht, vielleicht am Montag?
Was mir noch auffällt: Ich könnte nur noch essen, aber das soll sich angeblich geben, sagt Frau Doktor, die die nie graucht hat….

So long my friends



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