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Meine Katze MIMI

posted by Gruftspion
Montag Juni 15, 2009

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Mimi

“Bin kein sittsam Bürgerkätzchen,
Nicht im frommen Stübchen spinn ich.
Auf dem Dach in freier Luft,
Eine freie Katze bin ich.

Wenn ich sommernächtlich schwärme,
Auf dem Dache, in der Kühle
Schnurrt und knurrt in mir Musik,
Und ich singe, was ich fühle.”

Also spricht sie. Aus dem Busen
Wilde Brautgesänge quellen,
Und der Wohllaut lockt herbei
Alle Katerjunggesellen.

Alle Katerjunggesellen,
Schnurrend, knurrend, alle kommen,
Mit Mimi zu musizieren,
Liebelechzend, lustentglommen…

Brauchen keine Instrumente,
Sie sind selber Bratsch und Flöte;
Eine Pauke ist ihr Bauch,
Ihre Nasen sind Trompeten.

Sie erheben ihre Stimmen
Zum Konzert gemeinsam jetzo;
Das sind Fugen, wie von Bach
Oder Guido von Arezzo.

Das sind tolle Symphonien,
Wie Capricen von Beethoven
Oder Berlioz, der wird
Schnurrend, knurrend übertroffen.

Wunderbare Macht der Töne!
Zaubertöne sondergleichen!
Sie erschüttern selbst den Himmel,
Und die Sterne dort erbleichen…

Nur das Lästermaul, die alte
Primadonna Philomele,
Rümpft die Nase, schnupft und schmäht
Mimis Singen – kalte Seele!

Doch gleichviel! das musizieret,
Trotz dem Neide der Signora,
Bis am Horizont erscheint
Rosig lächelnd Fee Aurora.

(Heinrich Heine)

Am 7. Mai war wieder einmal meine jährliche Gesundenuntersuchung fällig, die ich aus Prinzip ja auch immer alle 2-3-5 Jahre tätige.

Als ob ichs gewusst tätte:

Natürlich war wieder “das Rauchen” das Hauptgesprächsthema, ich würde zuviel rauchen…..stimmt, ich müsste aufhören…..stimmt, die Lunge spielt nicht mehr lange mit (meine Frau Doktor dramatisiert recht gerne, besonders bei den Rauchern)….stimmt natürlich auch.

Ja wo sie recht hat, da hat sie recht die Frau Doktor, die ich ja nun beinahe schon 25 Jahre kenne und genau so lange sind wir befreundet, und genau so lange weiß ich, welche Gegenerin des rauchens sie auch ist, eine absolute. Eine ewige Nichtraucherin, die einem immer wieder erklärt, mit festem Willen kann man aufhören, sie weiß das ganz genau, das kann doch niemals so schwer sein….Na sie muss es ja wissen…..als Nichtraucherin.

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S O !!!

Das kann doch nicht so schwer sein, mit dem rauchen aufzuhören? So vor 15 oder 17 Jahren hab ichs einmal versucht, allerdings recht halbherzig, ich habs genau 23 Stunden geschafft, damals an einem warmen Sommertag, im Jahre 19… Solange bis meine beste Freundin Gisela (RIP) zu Besuch gekommen ist und sich eine Zigarette angezündet hat, da wars vorbei mit meinem “festen Willen”….

Nun wirds aber Zeit, dass ichs mir selbst beweise, ob “das aufhören mit dem Rauchen” wirklich eine Utopie oder doch machbar ist…..

So hab’ ich eben nach fast 2 Wochen Überlegungszeit (ich brauche immer meine Zeit um das Pro und Contra genauestens abzuwägen!) mit der Vorbereitungsphase begonnen:

1. Was brauche ich aus der Apotheke um den Entzug zu entgehen bzw. um ihn abzuschwächen?

2. Funktioniert die Waage noch um das Gewicht festzuhalten?

3. Passt der Badeanzug noch, um die Kalorien, die man beim “aufhören des rauchens” abzubauen?

4. Welche zuckerfreien bzw. gesunde Nascherein, als Zigarettenersatz?

5. Wie und mit was beschäftige ich meine Hände?

6. Wen lade ich ein und wen lade ich wieder aus weil er/sie rauchen bzw. nicht rauchen?

Nach diesen äussertst wichtigen Überlegungen hab ich mir das Nikotinpflaster für starke Raucher und für den Fall der Fälle auch noch den Inhalator für zwischen durch genommen.

Die Waage funktioniert, der Badeanzug passt, die Süßigkeiten- und Trockenobstlade ist aufgefüllt.

Das “gefakte Zigaretterl”, (wies mein Sohnemann nennt) ist besorgt, alle Aschenbescher in der hintersten  Lade verstaut usw.

Die rauchenden Gäste sind ausgeladen, die Nichtraucher können kommen und LOS gehts.

Tag 1: der 19. Mai um 23h30 nach “Monk” das Rtual der letzten Zigarette und rauf mit dem Pflaster, soweit so schön.

Tag 2: der 20. Mai RAUCHFREI, die Laune immer noch gut (sagt mein Sohn) das Pflaster hilft, die Hände sind beschäftigt….(ich glaube wenn mich wer sehen würde, der glaubt sicher ich hab sie nicht alle, mit der “Fake – Zigarette” in der Hand…..

Tag 3: Heute, der 21. Mai. Ich wache auf und mein erster Griff, ganz schlaftrunken, ist immer noch zum Nachtisch, wo ich meine Zigaretten vermute.

Mir fällt auf, dass meine Vorhänge, die ich vor nicht einmal 2 Wochen gewaschen habe, nach Rauch riechen und ich wasche sie. Meine rauchenden Freundinnen erkundigen sich telefonisch, ob ich schon wieder rauche….tststs, da könnts lange warten, Mädels.

Heute habe ich einmal diesen Inhalator getestet und einen Hustenanfall bekommen, pfui Teufel ist das grauslich. Inhalator entsorgt! Da bleib ich lieber bei ,meinem gefakten Zigaretterl, das so herrlich nach Minze schmeckt (ich fülle es mit Chinaöl nach), es sieht mich ja keiner, weil ich nicht ins Freie gehe, denn dem Geruch einer Zigartette könnte ich sicher noch nicht widerstehen. Also zuhause bleiben, lesen, schreiben und alles erledigen was liegengeblieben ist.

Mein Husten hat sich gebessert, die Laune eher verschlechtert, Badewetter ist auch keines und dann hat mich auch noch ein Bekannter angerufen und mir folgendes erzählt: Sein Arbeitskollege hat auch aufgehört zu rauchen vor 2 Monaten und jetzt geht er zu den Weight Watchers, weil er zu dick geworden ist…….SEHR ermutigend, sein Humor wird auch immer makaberer.

Ich lass mich nicht entmutigen, ich WILL es schaffen, Nichtraucherin zu werden.

Wo ein Wille, da ein Weg.

Ich mache wieder verstärkt Yoga, male und beschäftige mich mit allem möglichen, nur aus meiner Wohnung gehe ich noch nicht, vielleicht am Montag?

Was mir noch auffällt: Ich könnte nur noch essen, aber das soll sich angeblich geben, sagt Frau Doktor, die die nie graucht hat….

raucher katzen

So long my friends