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Die Metamorphose der Pflanzen

posted by Gruftspion
Sonntag Juni 21, 2009

Dich verwirret, Geliebte, die tausendfältige Mischung
Dieses Blumengewühls ueber dem Garten umher;
Viele Namen hörest du an, und immer verdränget
Mit barbarischem Klang einer den andern im Ohr.
Alle Gestalten sind ähnlich, und keine gleichet der andern;
Und so deutet das Chor auf ein geheimes Gesetz,
Auf ein heiliges Rätsel. O könnt’ ich dir, liebliche Freundin,
Überliefern sogleich glücklich das lösende Wort!
Werdend betrachte sie nun, wie nach und nach sich die Pflanze,
Stufenweise geführt, bildet zu Blüten und Frucht.
Aus dem Samen entwickelt sie sich, sobald ihn der Erde
Stille befruchtender Schoss hold in das Leben entlässt,
Und dem Reize des Lichts, des heiligen, ewig bewegten,
Gleich den zärtesten Bau keimender Blätter empfiehlt.
Einfach schlief in dem Samen die Kraft; ein beginnendes Vorbild
Lag, verschlossen in sich, unter die Hülle gebeugt,
Blatt und Wurzel und Keim, nur halb geformet und farblos;
Trocken erhält so der Kern ruhiges Leben bewahrt,
Quillet strebend empor, sich milder Feuchte vertrauend,
Und erhebt sich sogleich aus der umgebenden Nacht.
Aber einfach bleibt die Gestalt der ersten Erscheinung;
Und so bezeichnet sich auch unter den Pflanzen das Kind.
Gleich darauf ein folgender Trieb, sich erhebend, erneuet,
Knoten auf Knoten getürmt, immer das erste Gebild.
Zwar nicht immer das gleiche; denn mannigfaltig erzeugt sich,
Ausgebildet, du siehst’s, immer das folgende Blatt,
Ausgedehnter, gekerbter, getrennter in Spitzen und Teile,
Die verwachsen vorher ruhten im untern Organ.
Und so erreicht es zuerst die höchst bestimmte Vollendung,
Die bei manchem Geschlecht dich zum Erstaunen bewegt.
Viel gerippt und gezackt, auf mastig strotzender Fläche,
Scheinet die Fülle des Triebs frei und unendlich zu sein.
Doch hier hält die Natur, mit mächtigen Händen, die Bildung
An und lenket sie sanft in das Vollkommnere hin.
Mässiger leitet sie nun den Saft, verengt die Gefässe,
Und gleich zeigt die Gestalt zärtere Wirkungen an.
Stille zieht sich der Trieb der strebenden Ränder zurücke,
Und die Rippe des Stiels bildet sich völliger aus.
Blattlos aber und schnell erhebt sich der zärtere Stengel,
Und ein Wundergebild zieht den Betrachtenden an.
Rings im Kreise stellet sich nun, gezählet und ohne
Zahl, das kleinere Blatt neben dem ähnlichen hin.
Um die Achse gedrängt, entscheidet der bergende Kelch sich,
Der zur höchsten Gestalt farbige Kronen entlässt.
Also prangt die Natur in hoher, voller Erscheinung,
Und sie zeiget, gereiht, Glieder an Glieder gestuft.
Immer staunst du aufs neue, sobald sich am Stengel die Blume
Ueber dem schlanken Geruest wechselnder Blätter bewegt.
Aber die Herrlichkeit wird des neuen Schaffens Verkündung;
Ja, das farbige Blatt fühlet die göttliche Hand,
Und zusammen zieht es sich schnell; die zaertesten Formen,
Zwiefach streben sie vor, sich zu vereinen bestimmt.
Traulich stehen sie nun, die holden Paare, beisammen,
Zahlreich ordnen sie sich um den geweihten Altar.
Hymen schwebet herbei, und herrliche Düfte, gewaltig,
Strömen süssen Geruch, alles belebend, umher.
Nun vereinzelt schwellen sogleich unzählige Keime,
Hold in den Mutterschoss schwellender Früchte gehüllt.
Und hier schliesst die Natur den Ring der ewigen Kräfte;
Doch ein neuer sogleich fasset den vorigen an,
Dass die Kette sich fort durch alle Zeiten verlänge
Und das Ganze belebt, so wie das Einzelne, sei.
Wende nun, o Geliebte, den Blick zum bunten Gewimmel,
Das verwirrend nicht mehr sich vor dem Geiste bewegt.
Jede Pflanze verküendet dir nun die ew’gen Gesetze,
Jede Blume, sie spricht lauter und lauter mit dir.
Aber entzifferst du hier der Göttin heilige Lettern,
Überall siehst du sie dann, auch in verändertem Zug.
Kriechend zaudre die Raupe, der Schmetterling eile geschäftig,
Bildsam aendre der Mensch selbst die bestimmte Gestalt.
O, gedenke denn auch, wie aus dem Keim der Bekanntschaft
Nach und nach in uns holde Gewohnheit entspross,
Freundschaft sich mit Macht aus unserm Innern enthüllte,
Und wie Amor zuletzt Blüten und Früchte gezeugt.
Denke, wie mannigfach bald die, bald jene Gestalten,
Still entfaltend, Natur unsern Gefühlen geliehn!
Freue dich auch des heutigen Tags! Die heilige Liebe
Strebt zu der höchsten Frucht gleicher Gesinnungen auf,
Gleicher Ansicht der Dinge, damit in harmonischem Anschaun
Sich verbinde das Paar, finde die höhere Welt.

(Johann Wolfgang von Goethe)

rose im nass

Tierversuche sind strikt abzulehnen!!!

posted by Gruftspion
Sonntag März 15, 2009

Die Zahl der Tierversuche in Österreich steigt weiter. 2007 wurden 197.867 Tiere in Versuchen verwendet, um vier Prozent mehr als 2006 190.121 Tiere, geht aus der aktuellen “Tierversuchsstatistik” hervor. Von 2005 auf 2006 war die Zahl der Tierversuche um 13,6 Prozent gestiegen. Forschungsminister Hahn will Ersatzmethoden für Tierversuche nun noch stärker als bisher gefördert sehen.
Die meisten Tiere wurden für Forschung und Entwicklung für Produkte und Geräte der Human-, Zahn- und Veterinärmedizin (94.389, plus 5,5 Prozent gegenüber 2006) und für die “Herstellung und Qualitätskontrolle von Produkten und Gerätender Human- und Zahnmedizin” (49.421, plus 28,1 Prozent) “verwendet”. Für “Biologische Untersuchungen im Bereich der Grundlagenforschung” wurden 42.576 (minus 12,5 Prozent) Tiere eingesetzt, für “Toxikologische und sonstige Unbedenklichkeitsprüfungen” 8.120 Tiere (minus 15,4 Prozent).
Von den insgesamt 197.867 Tierversuchen wurden 158.464 mit Mäusen durchgeführt, 19.864 mit Kaninchen und 10.920 mit Ratten. Weiters wurden 3.867 Meerschweinchen, 1.017 Fische, 1.249 Schweine, 590 Rinder, 252 Schafe, 101 Ziegen, 725 Vögel, 432 Amphibien, 33 Hunde und zwei Katzen verwendet. Wie schon in den vergangenen Jahren kamen keine Menschenaffen zum Einsatz.
Versuchskaninchen: Nach Mäusen waren sie die 2007 am häufigsten eingespannten Tiere in der heimischen Forschung.

Tierversuche werden seit 1991 statistisch erfasst. Damals wurden 482.166 Tiere verwendet. In den 1990er-Jahren gab es dann einen deutlichen Rückgang bis zum Stand von129.644 im Jahr 1999. Seither steigen die Zahlen wieder leicht an, bleiben aber weit unter den Zahlen von Anfang der neunziger Jahre. Der Anstieg geht vor allem auf das Konto von Mäusen und Ratten, vor allem wegen der verstärkten biomedizinischen Forschung. Trotz des Anstieges verzeichnet Österreich im europäischen Vergleich weiterhin niedrigere Zahlen.

Politik gefordert!

“Es ist schön, wenn in Österreich immer mehr geforscht wird. Inakzeptabel ist aber, dass das mit einer dramatisch erhöhten Anzahl von Versuchstieren verbunden ist”, erklärte Helmut Appl vom österreichischen Zentrum für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen (zet) in einer Reaktion auf die amtliche Statistik. Die Politiker seien gefordert, “endlich mehr für Alternativmethoden zu tun“, fordert Appl mehr finanzielle Unterstützung für Wissenschafter, die an der Entwicklung moderner Alternativen zu Tierversuchen arbeiten.
Außerdem kritisierte er das Fehlen einer zentralen Tierversuchsdatenbank. Für Wissenschafts- und Forschungsminister Johannes Hahn ergibt sich aus der Statistik ein erhöhter Förderbedarf an Ersatzmethoden, wozu er alle Forschungseinrichtungen aufgerufen habe. Das Ergebnis davon sei die letztjährige Reduzierung von Tierversuchen im Wissenschaftsbereich auf 4.828. Außerdem stellt das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) jährlich knapp 300.000 Euro für alternative Forschungsprojekte zur Verfügung.

Anzahl der Versuchstiere weltweit pro Jahr
Weltweit werden jährlich mindestens 100 Millionen aber bis zu 300 Millionen Versuchstiere jedes Jahr verwendet:
USA: 70 Mio.,
EU: 11 Mio.
Japan: 10 Mio.,
Australien: 3 Mio.

Anzahl der Versuchstiere in Österreich pro Jahr
Die amtliche Tierversuchsstatistik zeigt 180.000 Tiere pro Jahr in Österreich (excl. für den Versuch getötete Tiere).
145.000 Mäuse
12.500 Ratten
7.500 Meerschweinchen
14.000 Kaninchen
100 Katzen und Hunde
900 Nutztiere
100 Primaten
400 Vögel
In der Tierversuchsstatistik scheinen die meisten Versuchstiere aber nicht auf.

Töten überzähliger Tiere
Bei kommerziellen Versuchstierzuchtstationen und in den Tierversuchslabors werden Tiere nicht nach Bedarf sondern im Überschuss gezüchtet. Bei Mäusen sind 81% Überschuss, bei Ratten sogar 83%. Bei Experimenten der Gentechnik werden 90-99% der Versuchstiere als Abfall entsorgt.

Beispiele von Medikamenten, die an Tieren getestet wurden, und trotzdem bei Menschen tödliche Nebenwirkungen hatten:
Thalidomid (Contergan): mind. 5000 missgebildete Kinder
Nomifensin (Alival): mind. 30 Todesfälle
Cisaprid (Alimix): mind. 80 Tote durch Herzrythmusstörungen
Ticovac: lebensbedrohliche Fieberkrämpfe bei Kindern
Cerivastatin (Lipobay): mind. 100 Tote durch Muskelauflösung
Die Arzneimittelbehörde der USA musste 1976-1985 die Zulassung von mehr als 50% der Medikamente aus Sicherheitsgründen zurückziehen, obwohl diese Medikamente alle in Tierversuchen
als „unbedenklich“ bescheinigt wurden.
Der Tod durch Nebenwirkungen von Medikamenten ist in Deutschland zur fünfthäufigsten Todesursache, in den USA sogar zur vierthäufigsten Todesursache geworden.

HIER sind verschiedene Petitionen gegen Versuche an Tieren und gegen das Tierleid zu finden:
…..>>> Petition:

Je mehr Menschen unterschreiben, desto schneller gerät die Politik in Zugzwang, dieses unermessliche Tierleid ENDLICH zu STOPPEN!!!

Hier kann man sich genauestens informieren, in den div. Filmen, welch’ große Qualen Tiere erleiden müssen und das in einer angeblich zivilisierten Gesellschaft!!!
…..>>> Info:

Jahre menschlicher Kultur gibt es erst,
wenn nicht nur Menschenfresserei,
sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.
( Wilhelm Busch )

Liebe die Tiere,
liebe jegliches Gewächs und jegliche Dinge!
Wenn du alles liebst,
so wird sich dir das Geheimnis Gottes in allen Dingen offenbaren,
und du wirst schließlich alle Welt mit Liebe umfassen!
( Fjodor Dostojewski )

Ich ziehe die Gesellschaft der Tiere der menschlichen vor.
Gewiss, ein wildes Tier ist grausam.
Aber die Gemeinheit ist das Vorrecht des zivilisierten Menschen.
( Sigmund Freud )

Das Tier hat ein fühlendes Herz wie du.
Das Tier hat Freude und Schmerz wie du.
Das Tier hat einen Hang zum Streben wie du.
Das Tier hat ein Recht zu leben wie du.
( Peter Rosegger )

In diesem Sinne:

Wer Tiere quält,
ist unbeseelt
und Gottes guter Geist ihm fehlt,
mag noch so vornehm drein er schaun,
man sollte niemals ihm vertraun.
( Johann Wolfgang von Goethe )