Archive for the ‘Groteske’ Category

Ein aufwendiger Nachbarschaftsstreit endet in Südtirol mit einem Vergleich. Der krähende Hahn hatte ein Jahr lang Richter, Staatsanwalt, Lärmmesser und Anwälte beschäftigt.

Der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Malser Hahn darf nun auch per Gerichtsbeschluss wieder krähen. Nach dem aufwendigen Nachbarschaftsstreit, der ein Jahr lang im Südtiroler Vinschgau Richter, Staatsanwalt, Lärmmesser und Anwälte beschäftigt hatte, einigten sich die Streitparteien auf einen Kompromiss: Der “Gigger”, wie der Hahn im Dialekt genannt wird, darf sich lautstark in der Öffentlichkeit zu Wort melden. Sein Eigentümer verpflichtete sich, keinen zweiten Hahn zu halten, um den Lärm in Grenzen zu halten.

Vor einem Jahr hatte der Hahn für Schlagzeilen weit über Südtirol hinaus gesorgt. Der Fall landete vor der Schlanderer Außenstelle des Landesgerichts und endete kürzlich mit einem vollen Freispruch für den stolzen Hahnbesitzer, berichtet die Tageszeitung “Dolomiten” in ihrer Donnerstagausgabe.

Strafrechtlicher Bescheid, Freispruch nach Einigung

Zunächst war der Fall eine zivilrechtliche Angelegenheit wegen Lärmbelästigung. Parallel war der Fall dann auch auf die strafrechtliche Ebene gehievt worden. Dem Bauer flatterte ein Strafbefehl ins Haus, in dem er aufgefordert wurde, eine Geldbuße in Höhe von 200 Euro zu entrichten. Dagegen legte sein Rechtsanwalt Einspruch ein.

Derweil hatte der “Gigger”- Besitzer bereits die potente und vor allem laute Spitze seiner Federviehgruppe dezimiert: Übrig geblieben war nur mehr ein Hahn samt Anhang. Was folgte waren neben einem Lokalaugenschein auch akustische Messungen, mit deren Hilfe der Lärmpegel des krähenden Hahns ermittelt werden sollte, und schließlich kam die Verhandlung vor das Bezirksgericht.

Die geklagte Partei hatte dann zwar eine Reihe von Zeugen aufgeboten; zu deren Anhörung kam es dann aber nicht mehr. Nach der Einigung forderte auch der Staatsanwalt letztlich einen Freispruch, und diesem Ansuchen kam der Richter dann auch nach.
Quelle:

Gockel

Tierversuche sind strikt abzulehnen!!!

posted by Gruftspion
Sonntag März 15, 2009

Die Zahl der Tierversuche in Österreich steigt weiter. 2007 wurden 197.867 Tiere in Versuchen verwendet, um vier Prozent mehr als 2006 190.121 Tiere, geht aus der aktuellen “Tierversuchsstatistik” hervor. Von 2005 auf 2006 war die Zahl der Tierversuche um 13,6 Prozent gestiegen. Forschungsminister Hahn will Ersatzmethoden für Tierversuche nun noch stärker als bisher gefördert sehen.
Die meisten Tiere wurden für Forschung und Entwicklung für Produkte und Geräte der Human-, Zahn- und Veterinärmedizin (94.389, plus 5,5 Prozent gegenüber 2006) und für die “Herstellung und Qualitätskontrolle von Produkten und Gerätender Human- und Zahnmedizin” (49.421, plus 28,1 Prozent) “verwendet”. Für “Biologische Untersuchungen im Bereich der Grundlagenforschung” wurden 42.576 (minus 12,5 Prozent) Tiere eingesetzt, für “Toxikologische und sonstige Unbedenklichkeitsprüfungen” 8.120 Tiere (minus 15,4 Prozent).
Von den insgesamt 197.867 Tierversuchen wurden 158.464 mit Mäusen durchgeführt, 19.864 mit Kaninchen und 10.920 mit Ratten. Weiters wurden 3.867 Meerschweinchen, 1.017 Fische, 1.249 Schweine, 590 Rinder, 252 Schafe, 101 Ziegen, 725 Vögel, 432 Amphibien, 33 Hunde und zwei Katzen verwendet. Wie schon in den vergangenen Jahren kamen keine Menschenaffen zum Einsatz.
Versuchskaninchen: Nach Mäusen waren sie die 2007 am häufigsten eingespannten Tiere in der heimischen Forschung.

Tierversuche werden seit 1991 statistisch erfasst. Damals wurden 482.166 Tiere verwendet. In den 1990er-Jahren gab es dann einen deutlichen Rückgang bis zum Stand von129.644 im Jahr 1999. Seither steigen die Zahlen wieder leicht an, bleiben aber weit unter den Zahlen von Anfang der neunziger Jahre. Der Anstieg geht vor allem auf das Konto von Mäusen und Ratten, vor allem wegen der verstärkten biomedizinischen Forschung. Trotz des Anstieges verzeichnet Österreich im europäischen Vergleich weiterhin niedrigere Zahlen.

Politik gefordert!

“Es ist schön, wenn in Österreich immer mehr geforscht wird. Inakzeptabel ist aber, dass das mit einer dramatisch erhöhten Anzahl von Versuchstieren verbunden ist”, erklärte Helmut Appl vom österreichischen Zentrum für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen (zet) in einer Reaktion auf die amtliche Statistik. Die Politiker seien gefordert, “endlich mehr für Alternativmethoden zu tun“, fordert Appl mehr finanzielle Unterstützung für Wissenschafter, die an der Entwicklung moderner Alternativen zu Tierversuchen arbeiten.
Außerdem kritisierte er das Fehlen einer zentralen Tierversuchsdatenbank. Für Wissenschafts- und Forschungsminister Johannes Hahn ergibt sich aus der Statistik ein erhöhter Förderbedarf an Ersatzmethoden, wozu er alle Forschungseinrichtungen aufgerufen habe. Das Ergebnis davon sei die letztjährige Reduzierung von Tierversuchen im Wissenschaftsbereich auf 4.828. Außerdem stellt das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) jährlich knapp 300.000 Euro für alternative Forschungsprojekte zur Verfügung.

Anzahl der Versuchstiere weltweit pro Jahr
Weltweit werden jährlich mindestens 100 Millionen aber bis zu 300 Millionen Versuchstiere jedes Jahr verwendet:
USA: 70 Mio.,
EU: 11 Mio.
Japan: 10 Mio.,
Australien: 3 Mio.

Anzahl der Versuchstiere in Österreich pro Jahr
Die amtliche Tierversuchsstatistik zeigt 180.000 Tiere pro Jahr in Österreich (excl. für den Versuch getötete Tiere).
145.000 Mäuse
12.500 Ratten
7.500 Meerschweinchen
14.000 Kaninchen
100 Katzen und Hunde
900 Nutztiere
100 Primaten
400 Vögel
In der Tierversuchsstatistik scheinen die meisten Versuchstiere aber nicht auf.

Töten überzähliger Tiere
Bei kommerziellen Versuchstierzuchtstationen und in den Tierversuchslabors werden Tiere nicht nach Bedarf sondern im Überschuss gezüchtet. Bei Mäusen sind 81% Überschuss, bei Ratten sogar 83%. Bei Experimenten der Gentechnik werden 90-99% der Versuchstiere als Abfall entsorgt.

Beispiele von Medikamenten, die an Tieren getestet wurden, und trotzdem bei Menschen tödliche Nebenwirkungen hatten:
Thalidomid (Contergan): mind. 5000 missgebildete Kinder
Nomifensin (Alival): mind. 30 Todesfälle
Cisaprid (Alimix): mind. 80 Tote durch Herzrythmusstörungen
Ticovac: lebensbedrohliche Fieberkrämpfe bei Kindern
Cerivastatin (Lipobay): mind. 100 Tote durch Muskelauflösung
Die Arzneimittelbehörde der USA musste 1976-1985 die Zulassung von mehr als 50% der Medikamente aus Sicherheitsgründen zurückziehen, obwohl diese Medikamente alle in Tierversuchen
als „unbedenklich“ bescheinigt wurden.
Der Tod durch Nebenwirkungen von Medikamenten ist in Deutschland zur fünfthäufigsten Todesursache, in den USA sogar zur vierthäufigsten Todesursache geworden.

HIER sind verschiedene Petitionen gegen Versuche an Tieren und gegen das Tierleid zu finden:
…..>>> Petition:

Je mehr Menschen unterschreiben, desto schneller gerät die Politik in Zugzwang, dieses unermessliche Tierleid ENDLICH zu STOPPEN!!!

Hier kann man sich genauestens informieren, in den div. Filmen, welch’ große Qualen Tiere erleiden müssen und das in einer angeblich zivilisierten Gesellschaft!!!
…..>>> Info:

Jahre menschlicher Kultur gibt es erst,
wenn nicht nur Menschenfresserei,
sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.
( Wilhelm Busch )

Liebe die Tiere,
liebe jegliches Gewächs und jegliche Dinge!
Wenn du alles liebst,
so wird sich dir das Geheimnis Gottes in allen Dingen offenbaren,
und du wirst schließlich alle Welt mit Liebe umfassen!
( Fjodor Dostojewski )

Ich ziehe die Gesellschaft der Tiere der menschlichen vor.
Gewiss, ein wildes Tier ist grausam.
Aber die Gemeinheit ist das Vorrecht des zivilisierten Menschen.
( Sigmund Freud )

Das Tier hat ein fühlendes Herz wie du.
Das Tier hat Freude und Schmerz wie du.
Das Tier hat einen Hang zum Streben wie du.
Das Tier hat ein Recht zu leben wie du.
( Peter Rosegger )

In diesem Sinne:

Wer Tiere quält,
ist unbeseelt
und Gottes guter Geist ihm fehlt,
mag noch so vornehm drein er schaun,
man sollte niemals ihm vertraun.
( Johann Wolfgang von Goethe )

Die Linzer ÖVP ortet ein “Kreuzzeichen-Verbot”, weil in den städtischen Horten keine Kruzifixe hängen. Die SPÖ will “Kirche und Staat” trennen. Der Streit wird demnächst auch auf Landesebene ausgefochten.

Sollen in Kindergärten, Krabbelstuben und Horten Kruzifixe aufgehängt werden? Wegen dieser Frage ist in Linz ein Streit zwischen ÖVP und SPÖ entbrannt. Während die Volkspartei eine “Kreuzzeichen-Verbot” ortet, spricht sich die SPÖ für eine Trennung von “Staat und Religion” aus. Der Streit wird demnächst auch die Landesebene beschäftigen.

Anlass der Streitigkeiten ist das von der Linzer ÖVP angekreidete Fehlen von Kruzifixen in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen. Der Linzer ÖVP-Klubobmann Thomas Stelzer ortet einen “Anti-Religionskurs” bei der SPÖ: Nachdem erst kürzlich ein schwarz-roter Schlagabtausch rund um die Finanzierung des Projektes Krippenstadt – bei dem Geschäfte und Institutionen Darstellungen der Geburt Christi in die Schaufenster stellen – die Lokalpolitik in Aufregung versetzt hatte, stehen nun die Kruzifixe im Zentrum des Streits.
Gesetz: Kruzifix bei christlicher Mehrheit

Stelzer zeigte sich “fassungslos”, dass “trotz gesetzlicher Auflagen in den Betreuungseinrichtungen der Stadt keine Kreuzzeichen angebracht sind”. Das oberösterreichische Kinderbetreuungsgesetz sieht vor, dass ein Kruzifix in den Gruppenräumen aufgehängt werden muss, wenn die Mehrheit der Kinder christlichen Glaubens ist.

“Nachdem wir das Religionsbekenntnis der Kinder nicht erheben, wissen wir gar nicht, ob die Mehrheit einen christlichen Glauben hat”, weist die zuständige SP-Vizebürgermeisterin Ingrid Holzhammer die Kritik zurück. “Außerdem hängen wir auch keine anderen religiöse Symbole auf”, pocht sie auf eine Trennung zwischen Kirche und Staat. Stelzer will das nicht akzeptieren und spricht von “Selbstaufgabe” statt Integration. Er kündigte eine Beschwerde beim Land an.
Landespolitik gibt sich abwartend

Man werde abwarten, ob eine Beschwerde eintreffe und diese dann juristisch prüfen, hieß es aus dem Büro von Landesrat Josef Ackerl (SPÖ), der für die Krabbelstuben zuständig ist. Prinzipiell befürworte man aber eine “Trennung zwischen Religion und Staat”. Bei seinem für Kindergärten und Horte zuständigen Kollegen Viktor Sigl von der ÖVP hieß es ebenfalls, man werde prüfen, ob die Kreuze tatsächlich fehlen. Sollte das so sein, werde der Schulerhalter aufgefordert, den Mangel zu beheben. Komme er dem nicht nach, wäre die letzte Konsequenz die Aussetzung der Landesförderung.

Bei der Diözese Linz setzt man in der Sache auf Dialog: Der Leiter des Bischöflichen Schulamtes, Karl Aufreiter, regte er einen runden Tisch mit allen christlichen Gemeinschaften und Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ) an. Die Rechtslage sei allerdings eindeutig, stellte er klar. Entscheiden könne man aber ohnehin nur individuell, weil es sicher auch Kindergartengruppen gebe, in denen sich die Mehrheit zum Islam bekenne. Die Anbringung muslimischer Symbole sei für diesen Fall zwar nicht im Gesetz vorgesehen, aber: “Ich persönlich hätte damit kein Problem”, betonte Aufreiter.

Quelle